Symptome der senilen Demenz bei Hunden

Haben Sie kürzlich Ihren Hund gelangweilt und schläfrig gesehen, als ob er gerade die Lebensfreude verloren hätte? Er wartet nicht mehr wie früher mit Freude an der Tür auf Ihre Rückkehr, dazu hat der Vierbeiner auch noch die alten Tricks vergessen, die er immer so gut konnte! Nun, das könnte das Ergebnis der senilen Demenz, oder des kognitiven Dysfunktionssyndroms (CDS), sein, die in der Regel alternde Hunde betrifft.

Senile Demenz, oder Altersdemenz, ähnelt bei Hunden stark der Entstehung und dem Verlauf von Alzheimer beim Menschen. Genau wie bei Menschen kommt es aus bislang ungeklärten Gründen zu irreversiblen, degenerativen Veränderungen wie Ablagerungen von Lipofuszin oder β-Amyloid-Plaques im Gehirn, die die Übertragung von den neurologischen Signalen hemmen.

Symptome der senilen Demenz

Desorientierung: Ein sehr häufiges Anzeichen von Demenz ist die Desorientierung. Der Hund kann eine Vielzahl von ungewöhnlichen Verhaltensweisen zuwege bringen wie:

  • Keine Reaktion auf seinen Namen oder bekannte Befehle
  • Das Tier versteckt sich hinter Möbeln oder in Ecken
  • Es bellt oder winselt, teilweise auch in der Nacht ohne jeglichen Grund und
  • erscheint auch in gewohnter Umgebung verloren oder verwirrt
  • Veränderte Interaktionen mit bekannten Menschen und Tieren
  • Der Hund läuft öfters im Kreis
  • Er kann gelegentlich oder gar nicht mehr stubenrein sein.

Gereiztheit und keine Reaktionen auf Befehle: Da die Demenz fortschreitet, können Sie Änderungen im Verhalten vom Hund eindeutig beobachten. Ihr Haustier erscheint immer mehr „unsozial“, er begrüßt nicht mehr Freunde und Familienmitglieder und strebt nicht nach Lob und Zuneigung. Wollen Sie es streicheln, zieht sich der Hund zurück und neigt, alleine zu bleiben. Der Hund wird auch zunehmend gereizt und verärgert, vor allem im Umgang mit Kindern.

Änderungen der Schlafgewohnheiten: Senile Demenz äußert sich auch im veränderten Schlaf-Wach-Rhythmus. Anstatt zu schlafen wandern die Hunde im Haus herum, verwechseln manchmal Tag und Nacht.

Stubenunreinheit: Wenn Ihr Hund unter Demenz leidet, dann soll man im Hause zu „Unfällen“ bereit sein. Das Tier verliert Kontrolle über Blase und Darm und kann eventuell nach draußen wollen, kommt es jedoch nach draußen, wird der Grund dafür vergessen und nach der Rückkehr ins Haus beschmutzt der Hund den Boden.

Es wurde beobachtet, dass die großen Hunderassen Demenz eher als die kleinen entwickeln. Jedoch manchen Studien zufolge ist jeder dritte Hund zum 11. Lebensjahr ungeachtet der Rasse von der Krankheit betroffen. Wenn Sie glauben, dass Ihr Hund Demenz hat, dann soll man einen Tierarzt so schnell wie möglich konsultieren. Sobald diagnostische Tests durchgeführt worden sind, kann der Arzt genau die Diagnose stellen und die Krankheit von anderen gesundheitlichen Problemen mit ähnlichen Symptomen wie Hydrozephalus, Enzephalitis, Nieren-, Herzversagen und Infektionen der Harnwege unterscheiden. Auf dieser Grundlage werden Behandlungsmöglichkeiten wie Übungen zur Verhaltensänderung oder eine besondere medikamentöse Therapie empfohlen.

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