Symptome von Lyme-Borreliose bei Hunden

Das Bakterium borrelia burgdorferi löst die Krankheit Borreliose, auch unter dem Namen LymeBorreliose oder Lyme-Krankheit bekannt, aus, und ist die häufigste durch Zeckenstiche übertragene Krankheit bei Hunden. Borrelien sind auf der Nordhalbkugel die meist verbreiteten Erreger, die in Zecken vorkommen. In Deutschland ist der Erreger bundesweit verbreitet, jedoch bestehen regionale Schwankungen. Als Überträger erweisen sich vor allem der Gemeine Holzbock, seltener andere Zecken wie die Fuchszecke eine Rolle. In den Vereinigten Staaten ist auch Dermacentor variabilis von Bedeutung. Die Symptome treten in der Regel innerhalb von zwei bis fünf Monaten nach dem Stich auf.

Anzeichen und Symptome
Hinken (in der Regel ein Vorderbein) ist eines der führenden Symptome und wird durch die Schwellung der Lymphknoten in der betroffenen Extremität verursacht. Die Erkrankung bezeichnet man als Lymphadenopathie. Hunde leiden unter hohem Fieber und Appetitlosigkeit.

Die Krankheit bewirkt das Anschwellen der Gelenke und ein plötzliches Auftreten von Lahmheit bei Hunden; sie neigen, lethargisch zu werden. Die Lahmheit oder Schmerzen verlagern sich von einem Bein zum anderen. Die Beine sind nicht das einzige, was von den Bakterien betroffen wird; das Nervensystem ist auch in Mitleidenschaft gezogen. Der Hund kann auch an Myokarditis leiden, bei der das Muskelgewebe des Herzens entzündet ist. Eine Glomerulonephritis – verminderte Produktion von Urin im Körper – kann dabei auch beobachtet werden und wird durch Blut und Eiweiß im Urin angezeigt. Die Glomerulonephritis ist auch durch Schwellungen wegen übermäßiger Ansammlung von Flüssigkeit in Zellen, Geweben oder serösen Hohlräumen gekennzeichnet, was als Ödem bekannt ist.

Die Beschwerden entwickeln sich allmählich. Die Wanderröte ist ein Leitsymptom dafür, dass eine Infektion durch Borrelien stattgefunden ist. Doch die Wanderröte bildet sich nicht bei allen betroffenen Tieren und außerdem wird sie durch das Fell und die stärkere Pigmentierung der Haut oft nicht bemerkt. Fieber, Abgeschlagenheit, Fressunlust, Gelenk- und Muskelschmerzen sowie Gelenkentzündungen charakterisieren diese Erkrankung. Die Borreliose beim Hund kann allerdings auch komplett asymptomatisch verlaufen.

Die Bakterien, die diese Erkrankung auslösen, können einige Zeit (über ein Jahr in einigen Fällen) ruhend bleiben. Dann folgt ein plötzlicher Ausbruch der Symptome. Dies geschieht aufgrund der Tatsache, dass während der Ruheperiode die Bakterien den Körper des Hundes beeinflusst haben.

Da diese Krankheit eine bakterielle Infektion ist, beinhaltet die Behandlung den Einsatz von Antibiotika. Die Dauer der Behandlung variiert in Abhängigkeit von der Schwere der Erkrankung, allerdings verkürzt eine frühzeitige Diagnose die Behandlungszeit bedeutend.

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