Tipps zum Training von Labrador Retrievern

Einer der besten Familienhunde ist der Labrador Retriever. Seine Herkunft findet sich auf einer gleichnamigen Halbinsel Kanadas, wo er den Fischern bei ihrer Arbeit half, indem er im Wasser Netze oder Taue zog oder Fische einfing, die sich aus den Netzen befreien konnten. Seine Urahnen waren wahrscheinlich die St.-John’s-Hunde. Er wurde in den frühen 1800er Jahren nach England gebracht. Heute sind Labrador Retriever die besten Hunde für Kinder jeden Alters.

Training von Labrador Retrievern
In dem Moment, als ein Welpe geboren ist, beginnt seine Mutter ihn zu ernähren, zu erziehen, bringt ihm bei, wie er spielen und sich verteidigen soll. Der kleine Welpe sieht zuckersüß aus und seine Possen werden von seinen Bezugspersonen gern übersehen, was man keineswegs tun darf. Denn dadurch wird der Kleine ermutigt, hält sein fehlerhaftes Handeln für ganz normal und macht es zum Verhaltensmuster. Allerdings sollte man hier erwähnen, dass sich das Training von Labrador Retrievern nicht sehr kompliziert gestalten lässt und sowohl für den Besitzer als auch den Welpen Spaß machen kann. Man soll den Welpen wie ein menschliches Kind ansehen, das das Richtige vom Falschen noch nicht trennen kann. Als Besitzer sollen Sie Ihren Welpen führen und ihn zum Gehorsam in der richtigen Art und Weise erziehen.

Das Training soll beginnen, wenn der Welpe 2 bis 3 Monate alt ist. Nach und nach lernt er seine Umgebung und ihre Regeln und Grenzen kennen, erfährt, wo sein Fressnapf und seine Wasserschale stehen und dass er drei Mal pro Tag gefüttert wird: morgens, nachmittags und abends. Die Zeit des Schlafengehens und Aufwachens wird ihm aus Routine ebenfalls bewusst. Der Kleine gewöhnt sich an tägliche Spaziergänge, weiß, wohin er Gassi gehen muss. Allmählich reagiert er auf das Wort „Nein“, wenn er sich auf falscher Stelle lösen will, und freut sich über „Gut“, wenn er was richtig gemacht hat. Man soll ihn immer wieder zum Erledigen des Geschäftchens zur gleichen Stelle bringen.

Ihr erster Gedanke beim Erwachen soll dem Welpen und seinem natürlichen Bedürfnis gelten. Während er sein Geschäft erledigt, wiederholen Sie ein bestimmtes Wort, z. B. „Pipi“. Der Hund wird das Wort und seine Aktion verkoppeln. Als nächstes sollten Sie ihn immer zur gleichen Zeit füttern und sobald er fertig ist, ihn zum Hundeklo bringen oder führen. Kann er dann nicht gleich seine Notdurft verrichten, lassen Sie ihm Zeit. Versucht er jedoch sein Geschäft im Haus zu erledigen, soll man ihn sofort durch ein lautes und festes „Nein“, Händeklatsch oder einen anderen Geräusch davon abbringen und nach draußen führen. Ist aber das Malheur schon passiert, weisen Sie ihn mit einem scharfen „Pfui“ darauf hin, dass das unerwünscht ist und tragen Sie ihn sofort zum Hundeklo hinaus. Das wird sich der Kleine nach ein Paar Missgeschicken einprägen. Man soll ihn ebenfalls nicht in scharfer Tonlage rügen.

Der Welpe muss sich am Tag vielmals lösen – alle 1 ½ bis 2 Stunden anfangs, und je älter er wird, desto größer wird diese Zeitspanne. Sein Verlangen kann man sehr schnell an seinem Verhalten erkennen. Er wird sich auffällig im Kreis drehen und mit der Nase am Boden herumschnüffeln. Bringen Sie ihn dann schnell nach draußen immer auf eine bestimmte Stelle. Vor dem Schlafengehen soll man den Welpen zum Verrichten der Notdurft auch anregen. Sie müssen möglicherweise ein- oder zweimal in der Nacht aufstehen und ihn ins Bad bringen (für nachts kann man das Hundeklo im Bad einrichten). Hat sich der Welpe gebührendermaßen gelöst, loben Sie ihn. Wenn Ihrem Welpen keine einzige Panne innerhalb eines Monats passiert ist, dann haben Sie es geschafft.

Leinenführigkeit trainieren

Ihr Labrador Retriever braucht mehr als nur einen einfachen Spaziergang. Er soll ordnungsgemäß ausgelastet werden und reichlich spielen können. Labradors sind kräftige Hunde, die allerlei Aktivitäten und Spiele mögen. Schwimmen, Versteck-, Fang- und Verfolgungsspiele sind ihnen sehr willkommen. Aber, bevor Sie Ihren Welpen in einen Park mitnehmen, soll er komplett leinenführig sein.

Die Länge der Leine soll immer gleich sein, nicht zu lang und nicht zu kurz, so, wie es Ihnen passt, jedes Mal eine andere Leinenlänge wird den Hund verwirren. Leinenführigkeit bedeutet, dass der Welpe bzw. später der erwachsene Hund an lockerer Leine an Ihrer Seite läuft. Denken Sie daran, Sie seien das Alphatier, so lassen Sie sich nicht vom Hund führen; das kann Probleme mit dem Gehorsam mit sich bringen.

Zieht oder zerrt Ihr Hund Sie in seine Richtung, bleiben Sie sofort stehen. Sobald der Labrador aufhört zu ziehen, sollten Sie in beliebig gewählte Richtung gehen. Der Hund wird zwangsläufig hinter Ihnen herlaufen. Nehmen Sie auf dem Spaziergang den gleichen Rückweg, so dass der Hund ihn erkennt. Da könnte man die Wechselrichtungsmethode einsetzen. Zieht der Welpe nach Hause, wechseln Sie die Richtung. Erfolgreich ist diese Ausbildung, wenn Ihr Hund immer an Ihrer Seite bleibt.

Nun ist es an der Zeit, dem Welpen das Apportieren beizubringen. Zuerst machen Sie den Welpen mit einem Ball, Stock oder Frisbee bekannt und lassen sie ihn damit ein wenig spielen. Dann werfen Sie den Gegenstand ein Stück weg und rufen „Bring“. Hat er den Gegenstand aufgenommen, loben Sie ihn und locken zu sich, entnehmen den Gegenstand, loben ihn nochmals und belohnen mit einem Leckerchen.

Grundbefehle
Einige Grundbefehle sind einem Labrador Retriever so früh wie möglich beizubringen -‚Sitz‘, ‚Bleib‘, ‚Platz‘, ‚Komm‘, ‚Bei Fuß‘, ‚Bring‘  usw. Jedwedes Kommando soll möglichst kurz sein, lange Wörter oder Sätze werden den Welpen nur verwirren. Während Sie die Leinführigkeit trainieren, soll der Hund den Befehl „Sitz“ lernen. Das Kommando wird verwendet, wenn er an der Leine zerrt. Rufen Sie „Komm“ bzw. pfeifen einfach und sobald der Vierbeiner kommt, loben und belohnen Sie ihn.

Durch das Sitz-Kommando lernt der Welpe, sich hinzusetzen und zu warten, wenn er etwas will oder Sie gerade beschäftigt sind. Man soll sich neben dem Hund stellen und beim Wort „Sitz“ sanft auf seinen Rücken drücken. Nach einigen Versuchen wird er schon schnappen, was Sie von ihm wollen. Lob und Leckerli dürfen selbstverständlich nicht fehlen. „Nein“ rufen Sie mit einer sanften, aber festen Stimme.

 

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