Training von Labrador Retrievern

Der Labrador Retriever stammt von der Insel Neufundland, Kanada. Zuerst gab es da nur noch klassische Neufundländer. Erst im Jahr 1814 unterschied man zum ersten Mal offiziell zwischen einem Neufundländer und einem wesentlich schlankeren und kurzfelligen Labradorhund. Kanadische Fischer nutzten ihn schon damals gerne zur Jagd, oder um Fischernetze aus dem Meer zu holen. Die Vorfahren des Labradors waren wahrscheinlich Mischlinge aus portugiesischen, englischen und irischen Rassen.

Trainingstechniken

Stubenreinheit
Stubenreinheit ist die erste Sache, die sich der Welpe zu eigen machen muss, nachdem er zum ersten Mal Ihr Haus betreten hat. Bis zur 20. Lebenswoche, in der Prägephase, lernt ein Welpe am schnellsten, wo sein Hundeklo ist, und man kann es dem Kleinen mit Aufmerksamkeit und Geduld anlernen und ihn jedes Mal zum Notdurftverrichten nach draußen in folgenden Fällen bringen:

  • Wenn er übermäßig aufgeregt ist.
  • Gleich nach dem Aufwachen morgens.
  • Jede Stunde (ganz am Anfang), etwa alle zwei Stunden – unter drei Lebensmonaten, ca. alle drei Stunden – drei bis vier Monate alt, alle vier Stunden – fünf bis sechs Monate alt.
    (für Welpen ist es schwierig, eine volle Blase lange zu kontrollieren).
  • Nach dem Spielen.
  • Nach dem Trinken / Fressen.
  • Vor dem Schlafengehen.

Disziplin


Es ist wichtig, dem Welpen sofort auf einen begangenen Fehler hinzuweisen; ihn später zu tadeln bringt überhaupt nichts, weil er sein Vergehen und Ihr Tadel zeitlich nicht zu verknüpfen vermag. Macht der Labrador was Falsches, stoppen Sie ihn, indem Sie zu ihm ein festes „Nein“ sagen und in seine Augen schauen. Soll er sich irgendwann später zu der gleichen Tat anschicken, halten Sie ihn auf gleiche Weise wieder davon ab und so jedes Mal, und jedes Mal auch, als er Ihren Unwillen gemerkt hat und innehält, loben Sie ihn oder belohnen mit einem Leckerli. Im Laufe der Zeit wird der Kleine die Zusammenhänge herstellen und sich entsprechend verhalten.

Zahnung
Die Zahnung setzt etwa mit dem 4. Lebensmonat ein und der Welpe muss an etwas knabbern, um das unangenehm pochende Gefühl im Zahnfleisch zu stillen. Geben Sie ihm getrocknete Rinderblasen, Rinderohren oder ein Stück Ochsenziemer, Kauknochen aus Rinderhaut oder gummiartig strukturiertes Spielzeug.

Beißen und Schnappen abgewöhnen

Sobald der Welpe einen Trend zum Beißen und Schnappen aufweist, sollen Sie ihm es abgewöhnen und jedes Mal das bereits zuvor erwähnte feste „Nein“ sagen. Kontrollieren Sie ihn mittels Blickkontakt, ob er es geschnappt hat, dass es Ihnen nicht angenehm. Ein Welpe beißt und schnappt meistens in spielerischer Verfassung, jedoch da sollen der Beißkraft von Anfang an Grenzen gesetzt werden, sonst kann er schon als ausgewachsener Hund auch spielend zu stark zubeißen.

Sozialisation



Bereits als Welpe soll der Labrador die Möglichkeit haben, mit anderen Menschen, Hunden und anderen Tieren Kontakte knüpfen zu dürfen. Es macht ihn freundlicher und weniger aggressiv gegenüber Fremden und Tieren. Damit ab 12. Lebenswoche damit zu starten wäre am besten. Auf Spaziergängen mit dem Hund sprechen Sie mit Ihren Bekannten, anderen Menschen und Hundebesitzern. Dies wird das Wesen des Junghundes positiv prägen, so dass er sich als ausgewachsen gegenüber Fremden und Tieren weder scheu noch aggressiv verhalten wird.

Bellen abgewöhnen

Labradors gehören nicht zu bellfreudigen Hunderassen, jedoch manche können besonders häufig bellen, was an Nerven zerrt und Beschwerden von Nachbarn einbringt. Als Besitzer soll man als erstes nach der Ursache dieses Verhaltens forschen und erst dann nervenzerreißendes Kläffen abgewöhnen. Es passiert öfters aus Langeweile, Unterforderung, Angst oder Unsicherheit. Den Hund auslasten ist wohl die erste und häufigste Lösung. Auch ganz allein im Haus gelassen fühlt sich der Vierbeiner schnell einsam und reagiert mit Kläffen und Heulen. Das Necken, fremde Menschen, eine neue Umgebung und so weiter können ebenfalls Auslöser sein.

Loben Sie Ihren Hund

Jedes Mal, wenn Ihr Welpe richtig ein Kommando ausführt oder etwas Gutes von sich aus macht, loben Sie ihn, auch überschwänglich, belohnen ihn mit Leckerchen. Bei dem Welpen wird es unter positiven Erlebnissen gespeichert und er will sich später entsprechend verhalten.

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