Ursachen der Harninkontinenz bei Hunden

Eine Harninkontinenz ist ein Zustand, bei dem der Hund unfähig ist, den Harn zurückzuhalten. Es ist eine ernste Erkrankung, die meist ältere Hunde beider Geschlechter betrifft. Unwillkürlicher Harnverlust ist anders im Unterschied zu ähnlichen Themen wie Harndrang, neurogene Inkontinenz u. ä. Um festzustellen, ob Ihr Hund an Harninkontinenz leidet, müssen Sie erst die Symptome von der Erkrankung wissen. Das erste typische Symptom ist das Harnträufeln oder das Austreten von Urin. Sie würden dies bemerken, wenn der Hund schläft oder sich entspannt. Das nächste Zeichen ist ein nasser Fleck im Schlafbereich des Hundes. Bei Hunden mit dieser Krankheit treten auch Hautinfektionen oder Hautrötungen um die Genitalien auf; das Tier leckt ständig diese Stellen ab, das Fell da ist permanent nass und verfärbt. Im Gegensatz zu anderen Krankheiten kann man dieser Erkrankung nicht vorbeugen – sie kann lediglich einmal identifiziert und behandelt werden.

Ursachen der Harninkontinenz
Diese Krankheit wird meistens durch folgende Faktoren verursacht:

  • Harnwegsinfekt: Diese Art einer Infektion kann jede Rasse betreffen und ist nicht geschlechtsspezifisch. Ein mit der Harnwegsinfektion betroffener Hund muss sich anstrengen, um zu urinieren oder mit viel Mühe und Beschwerden nur ein paar Tropfen Urin absetzen.
  • Hormonelle Veränderungen: Hormonelle Veränderungen sind eine typische Ursache für dieses Problem. Die hormonellen Veränderungen führen bei manchen Tieren zu einer Schwäche des Harnröhrenverschlusses. Der Harnröhrenschließmuskel verhindert eigentlich, dass der Harn unkontrolliert aus der Blase fließt.
  • Alterserscheinungen: Bei alten Hunden lockert sich das Bindegewebe und der Schließmuskel der Blase und funktioniert nicht mehr so gut wie früher. Dies ist eine völlig normale Entwicklung im fortschreitenden Alter, weil die Muskeln abbauen. Dazu kommt auch noch der Alterungsfaktor Hormonmangel.
  • Kastrierte Hunde: Ein kastrierter Hund ist für diese Erkrankung anfälliger, weil die Fortpflanzungsorgane für die Produktion von Hormonen verantwortlich sind. Es wurde beobachtet, dass bei kastrierten Hunden im Alter zwischen drei und fünf Jahren die Erkrankungsrate viel höher ist als bei unkastrierten.
  • Blasenüberdehnung: In diesem Fall ist ein Teil der Blase entweder durch einen Blasenstein, eine Stenose oder einen Tumor blockiert und nur einige Urintropfen können durch den teilweise blockierte Durchgang passieren.
  • Hohe Wasseraufnahme: Eine weitere häufige Ursache von Harninkontinenz ist eine übermäßige Wasseraufnahme, und es ist häufig auf eine Blasenentzündung, einen Diabetes, ein Cushing-Syndrom oder ein Nierenversagen zurückzuführen.

Behandlung der Harninkontinenz
Die Behandlung der Inkontinenz beinhaltet folgende Maßnahmen:

  • Zur Verbesserung der Funktion vom Schließmuskel der Blase werden Medikamente mit dem Wirkstoff Phenylpropanolamin eingesetzt, die sich als sehr effektiv für die Behandlung erwiesen haben.
  • Wenn Ihr Hund neben der Harninkontinenz auch noch eine Harnwegsinfektion hat, kann der Tierarzt Antibiotika verschreiben.
  • Ein Hormonersatz-Medikament oder Diethylstilbestrol (DES) RX, ein östrogenhaltiges Ergänzungsmittel ist für kastrierte Hündinnen mit dieser Erkrankung designiert.
  • Für kastrierte Rüden, die durch die Inkontinenz aufgrund der hormonellen Veränderungen betroffen sind, verschreiben Tierärzte Testosteron-Injektionen.
  • Richtige Ernährung, roh und frisch zubereitete Mahlzeiten, gemischt mit bestimmten Nahrungsergänzungsmitteln, hilft auch, die Störung bis zu einem gewissen Grad unter Kontrolle zu halten.
  • Eine Creme oder eine Lösung wie Zymox topische Creme ist hilfreich, um die Hautrötung, die die Genitalien umgibt, zu behandeln.
  • Neben den Medikamenten und Antibiotika können Sie es auch mit einigen natürlichen Heilmitteln versuchen, die z. B. Kräuter wie Sägepalme, Mais Seide, Haferstroh, Wegerich und wilde Yamswurzel enthalten.

 

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