Uveitis bei Hunden

Die Uvea, auch mittlere Augenhaut genannt, besteht aus Iris (Regenbogenhaut), Ziliarkörper und Choroidea (Aderhaut). Die Hauptaufgaben dieser Strukturen sind: Adaptation der Pupille, Trennung der vorderen von der hinteren Augenkammer, Kammerwasserproduktion, Ernährung der Netzhaut. Eine Uveitis ist eine Entzündung der Uvea, also der mittleren Augenhaut. Sie ist als vordere Uveitis (Iritis und Iridozyklitis, Uveitis anterior), mittlere Uveitis (Uveitis intermedia), hintere Uveitis (Uveitis posterior) und Uveitis aller Abschnitte (Panuveitis) klassifiziert, abhängig von der Position, wo sie sich befindet. Die Iris und der Ziliarkörper sind ein Teil der vorderen Uvea, während die Choroidea oder Aderhaut eine pigmentierte und gefäßreiche vaskularisierte Schicht der mittleren Augenhaut (Tunica vasculosa bulbi) ist. Bei Hunden kann die Uveitis schnell fortschreiten, ein Glaukom herbeiführen und im Endeffekt zur Erblindung führen, wenn die Erkrankung unbemerkt und unbehandelt bleibt. Daher ist es ein Muss, dass Sie auf ungewöhnliche Symptome in dieser Hinsicht bei Ihrem Hund aufpassen.

Was sind Ursachen der Uveitis?
Verletzungen oder Trauma der Uvea ist eine häufige Ursache für diesen Zustand. Als andere Ursachen kommen bakterielle, virale oder Pilz-Infektionen dazu. Das Hepatitis-Virus wird mit dieser Krankheit auch in Verbindung gebracht. Einige Erkrankungen wie Diabetes mellitus, Katarakt, Stoffwechselkrankheit, Lyme-Krankheit, Tumoren usw. können auch zur Entwicklung dieser Krankheit beitragen.  Bei Hündinnen kann die infizierte Gebärmutter die Uveitis auslösen. Die Ursache kann erst bei der Diagnose der Krankheit festgestellt werden. Allerdings muss man immer auf ungewöhnliche Symptome bei den Augen achten.

Symptome
Die Symptome von Uveitis sind schwer zu übersehen, wenn Sie den Gesundheitszustand Ihres Hundes stets im Auge behalten. Sie zeigen sich in starken Schmerzen im Auge, Schielen, Rotem Auge, trübem Auge, Augenausfluss, ungewöhnlich kleiner oder ungleichmäßiger Form der Pupille, der Veränderung der Irisfarbe usw. Dieser Zustand kann den Ausfluss von Proteinen aus den Augen auslösen. Die Bildung von Eiter ist in einigen Fällen ebenfalls üblich. Dadurch kann Ihr Hund übermäßig schielen. Eine unregelmäßige Form des Augapfels ist auch ein klarer Hinweis darauf, dass Ihr Hund an Uveitis leidet.

Behandlung
Nachdem die Symptome durch den Tierarzt bestätigt waren, fängt die Behandlung an. Zunächst hat sie zum Ziel, die wegen der Entzündung entstandenen Druckschmerzen zu verringern. Kortikosteroide werden häufig verschrieben, um dies zu erreichen. Schmerzmittel helfen starke Schmerzen zu lindern. Wenn die Hornhaut unversehrt ist, können topische Kortikosteroide wie Dexamethason und Prednisolon verordnet werden, weil sie die Hornhaut durchdringen und die Entzündung verringern. Wenn der Tierarzt eine Gefahr für die Hornhaut oder einen drohenden Verlust der Sehkraft vermutet, wird er einige schnell wirkende orale Kortikosteroide verordnen, meistens Prednison und Prednisolon. Die Dosierung dieser Medikamente wie auch der topischen erfolgt unter Berücksichtigung des Gesundheitszustandes. Schwere Fälle von Uveitis können häufige Anwendung von Kortikosteroiden erfordern.

Im Fall einer Schädigung der Hornhaut können nicht-steroidale entzündungshemmende (NSAID) Medikamente wie Suprofen, Diclofenac, Indometacin und Flurbiprofen verschrieben werden, damit die Entzündung schnell reduziert wird. Systemische NSAIDs wie Aspirin, Ketoprofen, Carprofen, und Tolfenaminsäure können auch verwendet werden, da sie weniger Nebenwirkungen haben. Chirurgische Eingriffe umfassen die Reparatur der zerrissenen Hornhaut oder das Entfernen von Fremdkörpern aus dem Auge.

Uveitis ist eine schwere Erkrankung, die möglicherweise Ihrem Hund seine Sehkraft raubt. Die Behandlung sollte ohne Verzögerung begonnen werden. Nach einem Trauma oder einer Verletzung eines Auges soll der Hund von einem Augenspezialisten geprüft werden. Augeninfektionen sollten im Anfangsstadium eingedämmt werden.

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