Vizsla

Der Vizsla ist eine alte Hunderasse, die in Ungarn entstand. Vizslas sind für ihren muskulösen, aber dennoch eleganten und athletischen Körperbau bekannt. Die Rasse wurde in Ungarn sowohl als ein Vorsteh- als auch als Apportierhund für die Jagd entwickelt. Sie ist auch als Ungarischer Vizsla, Ungarischer Pointer oder Magyar Vizsla bekannt.

Die Hunderasse Vizsla ist mit einigen anderen Rassen wie Redbone Coonhounds, Weimaraner und Rhodesian Ridgebacks oft verwechselt, weil sie ihnen im Aussehen ähnelt, dennoch sich von ihnen durch einen wesentlich schlankeren sowie muskulöseren Körper unterscheidet. Ferner ist die Nase eines Vizslas im Gegensatz zu den anderen drei Hunderassen rötlich und passt perfekt zu dem goldfarbenen Fell.

Geschichte


Die Rasse Vizsla hat ihren Ursprung in Ungarn. Ihre Vorfahren waren die Jagdhunde der magyarischen Stämme, die im Karpatenbecken (dem heutigen Ungarn) angesiedelt waren. Vizslas sind in primitiven Schnitzereien aus dem 10. Jahrhundert dargestellt. Allerdings findet sich die erste schriftliche Erwähnung über die Rasse in der Illustrierten Wiener Chronik.

Vizslas waren Begleithunde von Baronen in Ungarn, währenddessen versuchte man die Rasse reinrassig zu halten und ihre Jagdfähigkeiten zu verbessern. Die Rasse machte mehrere großen historischen Ereignisse einschließlich türkischer Besatzung, ungarischer Revolution und des 1. und 2. Weltkriegs durch.

Die Rasse war zweimal dem Aussterben nahe, zuerst in den 1800er Jahren, als der English Pointer und der kurzhaarige Deutsch Drahthaar sehr beliebt wurden, und wieder mal zwischen dem 1. und 2. Weltkriegen.

Vizslas kamen in den frühen 1950er Jahren in die Vereinigten Staaten. Viele Menschen fanden Interesse an der hierorts neue Rase und etwas später wurde der Vizsla Club of America gegründet. Am 25. November 1960 wurde diese Rasse offiziell vom American Kennel Club (AKC) anerkannt.

Aussehen
Der Vizsla ist ein mittelgroßer Sport- und Begleithund. Rüden sind 55-63 cm am Widerrist hoch und 20-30 kg schwer, bei Hündinnen sind es jeweils 53-60 cm und 18-25 kg.

Trotz des kurzhaarigen Fells haart der Vizsla ziemlich intensiv. Allerdings besitzt er nicht den typischen Hundegeruch.

Die Standard-Fellfarbe dieser Rasse ist einfarbig dunkelgelb mit verschiedenen Schattierungen.

Einige Vizslas können kleine weiße Flecken auf dem Hals und der Vorderbrust aufweisen. Nach Angaben des AKC sollte das Fell eines Vizslas kurz, glatt und dicht sein. Es hat keine Unterwolle, weshalb Vizslas im Winter nicht im Freien gehalten werden sollen.

Vizslas haben mittelgroße, tief eingesetzte Augen, in der Farbe an die Fellfarbe angepasst, und eine rötliche Nase. Die Ohren sind tief angesetzt, hängen dicht an den Wangen herunter und sind unten abgerundet. Die Rute wird in der Bewegung waagerecht getragen und in der Regel auf zwei Drittel ihrer natürlichen Länge gemäß den Richtlinien des amerikanischen Rassestandards kupiert.

Andere interessanten Fakten


Vizslas sind fürsorglich und zärtlich. Sie brauchen viel Liebe und Aufmerksamkeit, um sich wohl zu fühlen. Diese sanften und treuen Hunden bauen eine starke Bindung zu ihren Besitzern auf.

Vizslas sind auch zu Kindern und ihren Artgenossen freundlich. Beim Spielen geben sie eine Art stöhnende oder jammernde Laute von sich und können auch weinen, wenn sie sich vernachlässigt fühlen.

Der Vizsla ist sehr aktiv und braucht viel Bewegung, um gesund und glücklich zu bleiben, andernfalls kann er zu destruktivem Verhalten neigen. Dieser Hund passt daher nicht zu jemandem, der länger außer Haus verbleibt.

Vizslas können leicht ausgebildet werden, weil sie intelligent sind und lieben, neue Dinge zu lernen. Harte Befehle und grobe Behandlung sollen ausgeschlossen sein, weil die Hunde sehr sensibel sind. Vielmehr kommt man ihnen mit Sanftmut, Konsequenz und positiver Verstärkung bei.

Vizslas sind ausgezeichnete Schwimmer und furchtlose Jäger. Als fleißige Hunde sollen sie so viel wie möglich beschäftigt werden. Ihr Gang ist anmutig; anstatt zu laufen traben sie.

Ein unerzogener Vizsla kann sich zu einem Kläffer und Haustyrannen entwickeln. Vizslas knabbern gern an allem und es wäre ratsam, sie mit Kauspielzeug zu versorgen, so dass die Hausgegenstände heil bleiben.

Hunderassen Weimaraner, Magyar Vizsla (Drahthaar) und Deutsch Kurzhaar wurden aus der Vizsla-Rasse entwickelt.

Vizslas sind in der Regel gesundheitlich robust, können aber durch Epilepsie, Dysplasie und Lymphom betroffen werden.

Vizslas sind hervorragende Begleithunde. Sie haaren gering bis mäßig. Das Fell soll einmal die Woche gebürstet werden. Vizslas pflegen sich selbst und erfordern kein häufiges Baden.

Vizslas sind ausgezeichnete Rettungs- und Therapiehunde. Sie können zu Ihrem Jogging-Partner werden, lieben lange Spaziergänge und sind ein idealer Begleiter für aktive Familien.

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