Wesen des Deutschen Schäferhundes

Der Deutsche Schäferhund, aus politischen Gründen auch noch heute als Alsatian – also der Elsässer – in Großbritanien bezeichnet, ist die Hunderasse deutscher Herkunft. Sie wurde ursprünglich gezüchtet, um Schafherde zu hüten, zu treiben und vor menschlichen und tierischen Räubern zu schützen, und so waren es die Hirten, die die Entwicklung der Rasse geprägt hatten. Die gezüchteten Hunde besaßen Intelligenz, Kraft, Ausdauer und eine gute Nase. Viele in Deutschland und der Schweiz gezüchtete Linien führten dazu, dass alle deutschen Schäferhunde gute Arbeitsfähigheiten hatten, jedoch viele Variationen in ihrem Aussehen aufwiesen. Viele Jahre später, im Jahre 1899, war Rittmeister Max von Stephanitz, so fasziniert von dem Gehorsam, der Intelligenz und Leistungsfähigkeit der Hunde, dass er den Verein für Deutsche Schäferhunde gründete. Von einem Frankfurter Züchter namens Sparwasser erwarb er am 15.01.1898 den Schäferhund-Rüden Hektor Linksrhein, den er kurzerhand in Horand von Grafrath (seinem Zwingernamen) umtaufte. Horand gilt als Stammvater aller Deutschen Schäferhunde, er ist die Nummer 1 im Zuchtbuch des Schäferhund-Vereins. Der Bereich der Fähigkeiten des Hundes ist so breit, dass er als guter Familien-, Wach-, Polizei-, Hütehund und vieles mehr dienen kann.

Haltung und Verhalten


Diese Rasse ist weltweit führend bei Polizei, Militär und in vielen weiteren Verwendungen. Von Natur aus erscheinen sie gar nicht aggressiv, eher so leicht distanziert, auch zuverlässig und selbstsicher. Diese furchtlosen Hunde sind sehr anhänglich gegenüber ihrer Familie und zurückhaltend gegenüber Fremden. Finden sie jedoch einen Fremden akzeptabel, werden sie mit Zuneigung reagieren. Die Haltung des Hundes in diesem Sinn könnte man wie ruhiges Vertrauen ohne jeden Überschwang beschreiben. Die Schäferhunde sind sehr loyal und bauen eine starke Bindung zu Familienmitgliedern auf. Es sind Fälle bekannt, wo Schäferhunde ihre Herrchen gegen Bären und Wölfe beschützt haben und dabei starben. Der negative Aspekt besteht darin, dass sie nicht selten übersensibel und ängstlich gegenüber einem Familienglied reagieren.

Die Intelligenz ist ein Markenzeichen der Rasse. Die Hunde sind sehr leicht zu trainieren, prägen sich eine einfache Aufgabe nur nach fünf Wiederholungen ein und reagieren oft gleich auf den eben erlernten Befehl. Diese Eigenschaften neben mit ihrer Kraft, Ausdauer guter Nase machen sie für Polizeiaufgaben, Bewachung sowie Such- und Rettungsmaßnahmen perfekt geeignet. Die deutschen Schäferhunde können eine gute Arbeit als Begleit-, Blindenführ-, Hüte-, Wach-, Schutz- und Therapiehund verrichten, kurzum, sie sind ein Allroundtalent.

Pflege
Wenn Sie Spaß und Freude in der Koexistenz mit Ihrem Schäferhund haben wollen, müssen Sie sich fest als Rudelführer etablieren. Wie bereits erwähnt, sind diese Hunde leicht trainierbar, und Sie und Ihr Hund werden vom Training in vielerlei Sinne profitieren. Die Hunde sind aktiv, agil und brauchen regelmäßige Bewegung. Um dem hohen Bewegungsdrang gerecht zu werden, soll man dem Hund den Freilauf auf dem eingezäunten Grundstück ermöglichen. Der deutsche Schäferhund wird es sowie die Nähe seines Besitzer zu schätzen wissen und kaum weglaufen. Der hohe Intelligenzquotient setzt ebenfalls die geistige Stimulation voraus.
Die meisten deutschen Schäferhunde haben ein dickes Fell, das ständig sowie intensiv haart, saisonmäßig gewechselt wird und jeden Tag gebürstet werden sollte. Dem Tier prüft man regelmäßig die Ohren und schneidet die Krallen.

Aufgrund der starken Inzucht ist die Rasse mit ziemlich vielen Krankheiten behaftet. Ein häufiges Problem ist Hüften- und Ellbogendysplasie, die in den letzten Stadien des Leben schmerzhaft verlaufen und auch zur Entwicklung von Arthritis führen kann. Andere Probleme sind Spinalkanalstenose, Ohrinfektionen und Blähungen.

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