Windhunde und Geruchjagdhunde

Varianten der Windhunde

Es gibt über 100 Arten dieser Hunde in der Welt, die in drei Kategorien eingeteilt werden. Die Windhunde wurden ausgebildet, um das Wild in verschiedener Umgebung zu jagen. Bei der Jagd verlassen sich diese Hunde entweder auf Sicht oder Geruch.

Windhunde
Im Englischen als gazehounds bezeichnet, stützen sich diese Hunde auf ihre Augen, Geschwindigkeit und Agilität bei der Jagd. Sie sind sehr nützlich in flachen und karg bewachsenen Landschaften. Diese Hunde waren von großem Nutzen in Nordafrika vor über 5000 Jahren zum Aufspüren der Tiere in den Wüstenlandschaften. Sie haben scharfe Augen und erkennen die geringsten Bewegungen von Wild.

Den Windhunden sind besondere anatomische Proportionen eigen: ein in der Tiefe enorm ausgeprägter Brustkorb, stark aufgezogene Bauchpartie, hohe, schlanke Läufe, ein spannkräftiger Rücken, langer Hals und langer, schmaler Kopf. Ein sehr flexibler Rücken und lange Beine ermöglichen das Laufen mit langen Gallopsprüngen. Der Brustkorb verbirgt ein großes Herz und eine effiziente Lunge. Dieser Körperbau hilft ihnen, hohe Geschwindigkeit zu erreichen. Sie sind gute Wachhunde und haben einen starken Instinkt, kleine Tiere zu jagen. Heute werden sie meistens im Hunderennen und bei organisierten Jagdveranstaltungen verwendet. Der Windhund beansprucht seinen Platz in der menschlichen Familie, in der er ein voll integriertes Mitglied sein will. Allerdings erfordert diese Rasse viel körperliche Aktivität.

Liste der Windhunde:

  • Afghanischer Windhund 
  • Azawakh 
  • Basenji 
  • Barsoi (russischer Wolfshund) 
  • Polnischer Windhund (Chart Polski) 
  • Spanischer Windhund (Galgo Español) 
  • Chortaj 
  • Irischer Wolfshund 
  • Italienisches Windspiel 
  • Ibizan Hound 
  • Magyar Agar (ungarischer Windhund) 
  • Persischer Windhund (Saluki) 
  • Pharaonenhund 
  • Deerhound 
  • Silken 
  • Sloughi 
  • Whippet 

Geruchjagdhunde
Sie sind eine Variante der Windhunde, die bei der Jagd auf das Wild in erster Linie den Geruchssinn walten lassen. Die Geruchjagdhunde besitzen eine viel höhere Geruchsempfindlichkeit als andere Hunderassen. Ihre Ohren sind lang und hängend, die Nase weist große Nasenhöhlen auf. Die Lippen sind immer feucht, was einer besseren Geruchswahrnehmung hilft. Diese Hunde geben von sich bei der Verfolgung des Wildes trommelartige Laute. Dies ist nützlich für die Jäger, denn sie können den Hunden folgen, wenn diese aus der Sichtweite verschwinden. Diese Hunde sind in stark bewaldeten Gebieten sehr nützlich, in denen das Wild schwierig aufgesucht werden kann. Besonders effektiv erweisen sie sich bei der Jagd nach Waschbären und Füchsen.

Diese Hunde sind nicht so schnell wie Windhunde, weil sie nur den Geruch folgen müssen, und daher nimmt die Verfolgung üblicherweise einen langen Weg. Es wird geglaubt, dass einige Geruchjagdhunde in der Lage sind, einem mehrtägigen Geruch in strömendem Wasser zu folgen.

Diese Hunde sind heute als Haustiere gehalten. Sie vertragen sich gut sowohl mit anderen Haustieren, als auch mit Kindern. Das Training fällt jedoch schwer, weil sie sich leicht ablenken lassen und verhalten sich ab und zu störrisch. Die Hunde können wegen ihres Instinkts kleine Tiere wie Katzen oder Ratten jagen.

Geruchjagdhunde:

  • Basset 
  • Beagle 
  • Black and Tan Coonhound 
  • Bluthund 
  • Dackel 
  • Foxhound 
  • English Foxhound 
  • Harrier 
  • Otterhund 
  • Brüsseler Griffon 
  • Plotthound 
  • Coonhound 
  • Bluetick Coonhound 
  • Leopard Curs 
  • Black Mouth Cur 
  • Treeing Kanaille 

Andere Rassen der Windhunde
Einige Hunderassen verwenden bei der Verfolgung der Beute sowohl den Geruchs- als auch Sehsinn. Daher ist sehr schwierig, sie einer Gruppe zuzuordnen.
Diese Hunde sind:

  • Norwegian Elkhound 
  • Rhodesian Ridgeback 

Diese Arten sind sehr gute Jagd- sowie Wachhunde.

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