Zerkratzte Hornhaut (Cornea) bei Hunden

Die Hornhaut (lat. Cornea) ist ein kuppelförmiger, glasklarer, von Tränenflüssigkeit benetzter, gewölbter vorderer Teil der äußeren Augenhaut, der den Augapfel abdeckt und einen Großteil der Lichtbrechung leistet. Die Hornhaut beim Hund besitzt eine größere Brechkraft als beim Menschen, ist 0,5-1 mm dick und besteht aus vier Schichten. Auf der äußeren Schicht liegt eine Tränenschicht, die die Hornhaut ernährt und sie vor Austrocknung schützt. Die Cornea-Zellen sind die einzigen transparenten Zellen im Körper, die Hornhaut hat keine Blutgefäße. Da die Hornhaut im vorderen Teil liegt, ist diese Membran für Verletzungen anfällig. Solche Verletzungen kommen bei Hunden sehr häufig vor und benötigen sofort eine ärztliche Hilfe, um Komplikationen wie Verlust des Sehvermögens zu vermeiden.

Ursachen

Im Fall von Hunden ist ein Trauma die häufigste Ursache für Kratzer an der Hornhaut. Es ist sehr wahrscheinlich, dass das Tier sich selbst zufällig verletzt, falls er auf einen scharfen oder stumpfen Gegenstand mit dem Auge stößt. Der Hund kann sich sein Auge gegen eine Oberfläche reiben oder solche Kratzer holen, wenn er sich mit einer Pfote übers Gesicht fährt. Ein Katzenkratzer kann natürlich auch die Cornea bei Hunden beschädigen. In einigen Fällen verfangen sich Fremdpartikel wie Staub in den Augen und verursachen so einen Kratzer. Diese Art von Augenverletzungen sind bei Hunden sehr häufig. Wimpern, die nach innen oder nach außen wachsen, führen auch Kratzer an der Hornhaut herbei, die leicht geheilt werden können, wenn sie nicht zu tief sind.

Symptome

  • Ein Hund mit einer zerkratzten Hornhaut kann Schielen entwickeln und nicht in der Lage sein, seine Augen vollständig zu öffnen.
  • Übermäßiges Blinzeln und Kneifen der Augen bei grellem Licht können Hornhautschäden bei Hunden anzeigen.
  • Tränende Augen sind ein weiteres häufiges Symptom. Im Fall einer Schädigung der Hornhaut sind die Augen ständig mit Flüssigkeit (Tränen) gefüllt.
  • Der Hund reibt sich sein Gesicht häufig mit seinen Pfoten. Dieses Verhalten kann darauf hindeuten, dass der Hund ein Problem in diesem Bereich hat.
  • Ein unbehandelter Kratzer kann sich in Symptomen wie Rötung, Entzündung und gelegentlichen Blutungen aus den Augen äußern.
  • Die Hornhaut kann entweder weiß oder trüb werden oder auch ungewöhnlich aussehen.

In manchen Fällen bildet sich eine mit Blut gefüllte Masse an der Hornhaut, so dass die Wunde sich von alleine abdichtet. Manchmal ist eine Wunde sichtbar.

Behandlung

Eine perforierende Hornhautverletzung (Stichverletzung wie Dorn etc.) ist mit bloßem Auge nicht zu erkennen und lediglich durch den Fluorescein-Test nachweisbar. Dieser ermöglicht das Ausmaß der Schädigung der Hornhaut zu bestimmen. Einfache Verletzungen werden oft mit Medikamenten wie Analgetika und Antibiotika behandelt. Ein elisabethanischer Kragen wird verwendet, so dass der Hund nicht ständig das betroffene Auge reibt. Eine Hornhautabschürfung kann sich verschlechtern und eine tiefe Wunde bilden, die einen chirurgischen Eingriff erforderlich macht. In diesem Fall werden Medikamente verabreicht, um die Beschwerden vor der Operation zu lindern.

Wenn Sie eines dieser Symptome bei Ihrem Haustier bemerken, bringen Sie es zu einem Ophthalmologen. Es ist ratsam, dem Hund ein Halsband und eine Leine anzulegen. Sie können auch einen Maulkorb verwenden, weil das Tier aufgrund von Schmerzen aggressiv werden kann. Folgen Sie den Anweisungen des Tierarztes, um die Heilung zu beschleunigen und Komplikationen zu vermeiden.

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